Rotel Reiseblog

Jakobsweg nach Santiago de Compostela

Auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela

Pilgern? Ich? Da ich weder besonders religiös noch ein Wandervogel bin, konnte ich mich zunächst nicht für diese Reise begeistern. Aber auf Empfehlung habe ich die Reise „Auf dem Jakobsweg nach Santiago“ (13b) dann als meine erste Rotel-Reise gebucht – und ich wurde nicht enttäuscht.

Von München aus ging es zunächst nach Dole, wo ich meine erste Rotel-Nacht doch recht bequem verbracht habe.
Die Strecke durch Frankreich gab uns schon einen kleinen Vorgeschmack, egal ob Clermont Ferrand, Rodez, Albi oder Toulouse – jeden Tag mindestens zwei Kirchen, deren Besonderheiten uns von unserem Reiseleiter kurzweilig und sehr anschaulich erklärt wurden.
Einen 2-tägigen Stopp machten wir dann in Lourdes. Eigentlich gehört das nicht zum Jakobsweg, aber wenn man schon in der Nähe ist….
Man muss es wirklich mal erlebt haben. Dieser tiefe Glaube an Heilung, die viele Kranke dazu bringen hierher zu pilgern, das ist beeindruckend. Aber auch die wunderschöne Landschaft der Pyrenäen ist nicht zu verachten.
Über den Somport-Pass geht es nach Spanien. Ab hier begegnet uns das Zeichen der Pilgerwege, die Jakobsmuschel, immer öfter.
Die Landschaft hat sich verändert, weite Felder, statt Wälder und immer wieder Wanderer auf dem Pilgerweg. Die spanische Küche ist fantastisch, davon konnten wir uns bei einem gemeinsamen Paella-Essen überzeugen, zu dem uns Rotel eingeladen hat.
Wie Perlen auf einer Kette reihen sich die Städte mit ihren kunstvollen Kathedralen auf dem Weg nach Santiago: Pamplona, Burgos, Leon, Lugo – jede Stadt ein Kunstwerk und mit einem ganz eigenen Flair. Dazwischen immer wieder kleinere Wanderungen durch die wunderschöne Landschaft. Wir reihen uns für kurze Zeit ein in die Schar der Pilger, die mit einem freundlichen „Bon Camino“ grüßen.
Am 11. Tag kommen wir in Santiago de Compostela an und erleben, was es heißt, ein Ziel zu erreichen. Der Jakobsweg kann sowohl ein religiöser als auch ein spiritueller Weg sein. Jeder hat für sich sein eigenes Ziel, das nun erreicht ist.
In Finisterre, dem „Ende der Welt“, werfen wir alle alten Gedanken ins Meer und beginnen einen neuen Weg – den Weg nach Hause.
Obwohl das Ziel nun erreicht, war der Rückweg nicht minder interessant. Egal ob die lebendige Stadt Ovido, das romantische Santillana del Mar, die Kunstmetropole Bilbao oder die kulinarische Hauptstadt San Sebastian – wir werden jeden Tag mit etwas Neuem, Großartigem überrascht.
Nun überqueren wir wieder die Grenze nach Frankreich und übernachten mitten im Weinbaugebiet von Bordeaux. Der weitere Weg führt uns zu den weltberühmten Höhlen von Lascaux und wir tauchen ein in die Kunst der Urzeit. Über Vichy und Beaune geht es dann langsam wieder Richtung Dole, wo sich der Kreis unserer Rundreise schließt.

Es war eine wunderschöne Reise, die zeigt, dass es auch bei uns in Europa so viel zu entdecken gibt.
Ein großes Lob auch an die Reiseleitung und an den Fahrer. Ich weiß, dass das nicht meine letzte Rotel-Reise war.

von Monika Müller-Späth

 
                           

2 KommentareHinterlassen Sie einen Kommentar

  • Wow, die Fotos sind wirklich schön geworden und ich freue mich, dass der Jakobsweg für dich eine tolle Erfahrung war. Zwischendurch wünscht man sich aber sicher auch mal die Übernachtung in einem schönen Hotel Schloss oder dergleichen. Etwas, wo es warm und gemütlich ist. Gab es solche luxuriösen Unterkünfte, wie ein Hotel Schluss unterwegs denn auch?

    • Ich habe nie ein Hotel vermisst. Wir hatten immer so schöne Ausflugsziele, dass ich am Abend froh um meine kleine Koje war. Ich habe auch schon viele Hotel-Reisen gemacht, das kann man nicht vergleichen. Luxus habe ich zuhause, auf so einer Fahrt verzichte ich gern darauf.

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